1. Einleitung: 1.1 Worum geht’s?

Dieses Heft soll Vorschläge anbieten, wie Leuten geholfen werden kann, die kürzlich intime Gewalt erfahren haben – den Betroffenen wie auch den Misshandelnden. Wir definieren intime Gewalt als jegliche Form von Misshandlung und Gewalt zwischen Menschen, die eng miteinander verbunden sind: Liebespaare, Freund_innen, Mitbewohner_innen, Kommunard_innen, Leuten aus Bands oder Politgruppen, Superheld_innen-Crews, Menschen, die zusammen ein Kind großziehen, usw. Intime Gewalt meint physische, emotionale, sexuelle, verbale, psychische Gewalt oder jede andere Form von Misshandlung. (Einige der häufigsten dieser bescheuerten Verhaltensweisen sind weiter unten aufgelistet, siehe Abschnitt: Alltägliches beschissenes Verhalten.)

Wir haben Ideen aufgenommen, wie man sowohl physische als auch emotionale Hilfe leisten kann und wie Leuten dabei geholfen werden kann, ihre Erfahrungen zu reflektieren und Verantwortung für ihre Handlungen zu übernehmen.

Damit wollen wir einen Veränderungsprozess unterstützen, den wir im weiteren Text als „transformative Hilfe“ oder „transformative Unterstützung“ bezeichnen werden. Die Art und Weise wie der Prozess hier beschrieben wird, lässt das Ganze womöglich einfacher erscheinen als es ist, aber lasst euch nichts vormachen, es ist ein wirklich schwieriger Prozess. Um eine Vorstellung davon zu vermitteln wie kompliziert die Dinge werden können, haben wir einige Geschichten aus unserem eigenen Umfeld aufgeschrieben (siehe die Stories auf den Seiten: 27, 43, 47, 49, 55).