2.4.4 Kommunikation zwischen den Teams (TTUs)

Natürlich haben Samekh und Qof jeweils ihr eigenes, aus unterschiedlichen Leuten bestehendes Team für Transformative Unterstützung. Aber es ist wichtig, dass die Teams während des ganzen tranformativen Hilfsprozesses miteinander reden. Das Team für Qof muss wissen, wo es Druck machen soll und wie es Qof dabei helfen kann, einen realistischen Plan zu erstellen. Wenn Qof den Radical Cheerleaders beitreten will, um überschüssige Aggressionen abzubauen, ist es entscheidend, dass Qof’s Team weiß, ob Samekh bereits in der Gruppe ist und explizit darum gebeten hat, dass Qof nicht da auftaucht. Informationsaustausch zwischen den TTUs kann auch dazu beitragen, Ungereimtheiten aufzudecken und so Qof und Samekh dabei helfen, ehrlicher zu sein. Wahrscheinlich wird jeder der beiden euch bis zu einem gewissen Grad Mist erzählen. Nehmt das nicht persönlich. Sie tun das nicht absichtlich, sondern weil Menschen, die eine Menge Scheiße mit sich rumtragen, dazu neigen, etwas davon auf andere abzuwälzen.

Wenn Qof und Samekh wissen, dass ihre eigenen, persönlichen TTUs auch die andere Seite der Geschichte mitbekommen, kann das dazu beitragen, dass ihre Geschichte nicht zu einem großen Roman wird. Es kann dem TTU auch dabei helfen, Hilferufe zu erkennen. Qof ist vielleicht nicht in der Lage, um mehr Beschränkungen oder Begleitung zu bitten. Aber wenn alle wissen, dass Qof in den nächsten drei Monaten im SO 36 nichts verloren hat und Qof dann euch gegenüber mit den Plan rausrückt diesen Freitag da auf ein Konzert zu gehen, könnte es sein, dass Qof euch damit indirekt um Hilfe bittet das zu verunmöglichen.

Die Kommunikation zwischen den Teams kann kompliziert werden. Vermeidet es, euch gegenseitig in die Haare zu kriegen und den Konflikt zwischen euch auszutragen. Sonst spielen Qof und Samekh euch gegeneinander aus. Vermeidet aber auch, euch miteinander zu verschwören und einen Masterplan für die Situation zu entwerfen. Egal wie verquer der Prozess bei Qof und Samekh eurer Meinung nach abläuft, er muss ihren Vorstellungen folgen.

Mediation: Mediation könnte einen Teil ihres Plans sein, um bestimmte Sachen zu klären, z.B. wer den Verstärker behalten darf oder wer Polly den Pitbull besuchen darf. Seid euch darüber im Klaren, dass viele Mediationsstellen einen großen Bogen um intime Gewaltkonflikte machen, und zwar aus dem sehr guten Grund, dass es für Qof und Samekh (physisch und emotional) nicht ungefährlich sein kann, sich in einem Raum aufzuhalten. Es gibt eine Menge anderer Möglichkeiten, um offene Fragen zu klären, bei denen keine Mediation notwendig ist. Deshalb sollte keine der Personen zu einer Mediation gedrängt werden, sofern sie nicht wirklich und ehrlich daran interessiert ist.
Mediation kann auch ein guter Weg sein Konflikte zu lösen, bevor diese eskalieren. So oder so ist Mediation ein komplizierter Prozess, d.h. die Person, die Mediation für Qof und Samekh anbietet, sollte reichlich Erfahrung, sowohl auf dem Gebiet der Mediation selbst als auch im Umgang mit Fragen intimer Gewalt haben, ansonsten besteht die Gefahr, dass ihr es gut meint, aber nicht gut macht.